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Rückblick: 10. Frankfurter Tag des Online-Journalismus #ftoj

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Zeitbedingt etwas spät, aber hier nun endlich mein Résumé zum 10. Frankfurter Tag des Online-Journalismus #ftoj.

Am 17.06 hisste ich meine Segel und war beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt zu Gast. Der ftoj2014 fand unter dem Motto: „Das Ende vom Anfang – Der Online-Journalismus nach den ersten 20 Jahren“ statt. Ein spannendes Thema mit einer Vielzahl an lehrleichen Rück- und Ausblicken. Einige davon möchte ich aufgrund der persönlichen Zustimmung hervorheben.

 

Der erste Redner an diesem Tag war Jakob Augstein mit seinem Vortrag „Frisst die Medienrevolution Ihre Kinder?“. Ein klasse Einstieg in die Veranstaltung, wie ich finde und persönlich möchte ich 2 Aussagen kurz zitieren:

Jakob Augstein

Jakob Augstein, Quelle: http://blogs.hr-online.de/ftoj/

1. „Erst mal machen und dann verbessern.“ […] „Diese ganzen Faulpelze und Fantasieleichen, die in ihrem ganzen Leben noch nie eine Idee hatten, machen sich über die anderen her, die wenigstens versuchen was auf die Beine stellen zu wollen. Das nervt total.“ – im Bezug auf das Projekt der krautreporter.

#Senf: Klare Ansage. Echt klasse und Danke hierfür! Erst mal machen und dann Klappe aufreißen bzw. meckern! Man kann neue Ideen und Ansätze immer irgendwie totdiskutieren, doch dann säßen wir nun immer noch in unseren Höhlen – wenn überhaupt.

 

dr. evil meme: mode-erscheinung

Dr. Evil Meme

2. „[…] die Stadien, in denen der Journalismus sich dem Netz näherte: Ignorieren, Verlachen, Fürchten.“

#Senf: Und das trifft nicht nur auf Journalisten zu. Ich bekomme heute noch oft zu hören, wie unwichtig das Internet doch sei oder dass es sich hierbei ja nur um eine Modeerscheinung handele. Ja, ne- is klar. Dann scrollt mal runter zum Beitrag von Herrn Holger Schmidt und schaut euch mal die Umsätze innerhalb dieser „Modeerscheinung“ an.

 

 

 

 

Den zweiten Part hatte dann Holger Schmidt, der auch als der Netzökonom bekannt ist, mit seinem Beitrag „Das Big Picture des Medienwandels“. Ebenfalls ein sehr gelungener, wenn auch recht faktischer Vortrag, aber als (Medien)Manager spielen nun einmal auch die blanken Zahlen und harten Fakten eine Rolle. Aus diesem Grund empfinde ich diesen Vortrag als gute Ergänzung zu den anderen Rück- und Ausblicken. Hieraus möchte ich vor allem 1 These besonders hervorheben:

Holger Schmidt

Holger Schmidt, Quelle: http://blogs.hr-online.de/ftoj/

„[…] die Entbündelung der Information“. Diese Aussage bezog sich auf die Zukunft des (Online) Journalismus und ist so zu verstehen, dass die Rezipienten weg von General Interest und hin zu Special Interest wechseln werden. Sprich, jeder stellt sich am Ende seine eigene „Zeitung“ zusammen mit den Inhalten und Quellen, die für ihn relevant und wichtig erscheinen.

#Senf: Diese These finde ich persönlich sehr spannend und scheint mir innerhalb dieses starken Wettbewerbs (SEO) auch als äußerst realistisch. So wird es heutzutage immer schwieriger mit allgemeinen Informationen oder generischen Keywords zu landen. Es bleibt also nur noch die Spezialiserung in Nischen oder Segmenten.  Und das sollten wiederum nicht nur die Journalisten auf dem Schirm haben.

Stichwort: Content-Marketing. Der Kampf um die vorderen Plätze innerhalb der SERPs geht also weiter. ClickBaits hin oder her.

 

Es folgten danach noch Beiträge von Nea Matzen, Karsten Lohmeyer alias LousyPennies und Martin Giesler , die sicherlich alle spannend und informativ waren, jedoch blieb für mich der „persönliche Aha-Effekt“  an dieser Stelle aus. Dies liegt wohl daran, dass ich mich ja nun eingängig mit „online“ beschäftige und somit habe ich mich bereits mit diesen Themen und Erkenntnissen zu Genüge auseinander gesetzt.

Ja, über heftig.co, BuzzFeed.com und Konsorten kann man kontrovers diskutieren und teilweise auch sicherlich inhaltlich belächeln, andererseits geben diesen Formaten die Performance-Zahlen wiederum auch Recht. Wir sind uns wohl mittlerweile alle einig, dass man hieraus seine Learnings für die Zukunft zielen sollte. Hiermit rufe ich nun nicht zur Nachahmnung auf. Jedoch sollte man als Publisher jeglicher Art (ob Journalist, Content Marketer or whatever) lernen, ähnlich kreativ mit seinen Inhalten umzugehen. Ansonsten sind wären wieder bei den 2 Zitaten von Herrn Augstein.

 

Zu guter Letzt würde ich an dieser Stelle gerne noch den Vortrag „Von print only zu online to print“ von Jan-Eric Peters würdigen.

Jan-Eric Peters

Jan-Eric Peters, Quelle: http://blogs.hr-online.de/ftoj/

Mit seiner These „Radikal sein!“ spricht er mir aus der Seele. Ich bin als ungeduldiger Mensch bekannt, der gerne schnell loslegt und das ist für mich ehrlich gesagt auch die einzige Lösung, mit dieser schnell-lebigen Technologie umzugehen bzw. mitzuschwimmen. Sicherlich möchten Investitionen, Stratgien etc. wohl überlegt und geprüft sein, aber irgendwann muss man auch mal machen. Hier schließt sich der Kreis und wir wären wieder bei den Zitaten von Jakob Augstein.

#imperativer Senf: einfach mal machen!

 

 

 

 

 

Sämtliche Vorträge, sowie die Anschlussdiskussion am Ende der Veranstaltung können hier nochmals dank Video-Mitschnitt verfolgt werden: http://blogs.hr-online.de/ftoj/

 

#finaler Senf: Ich persönlich kann den #ftoj wärmstens empfehlen. Ich selbst bin zwar kein Journalist, aber „Internet“ geht uns nun einmal alle etwas an. Gerade bei dem neuen Hype „Content Marketing“ verschwimmen doch so langsam die Grenzen zwischen Marketing und Journalismus.

Hisst die Segel und nutzt die Flut!
#neh

Blogging Islands

Neuer Kurs

Posted by | seemannsgarn | No Comments

Ahoi Matrosen!

Nach dem gefühlten 100ten Relaunch meiner Seite habe ich nun endlich ein Konzept, dass die Möglichkeit besitzt, mir langfristig zu gefallen. Volle Kraft voraus! Ich hisse erneut die Segel und nehme nun neuen Kurs auf die Blogging-Inseln.

#neh

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